Dienstag, 19. Februar 2008

Kiwiguard & Tröööthahn

Um mich schonmal an mein zukünftiges Taxifahrergehalt zu gewöhnen habe ich hier einen kleinen Job aufgegriffen, den auch einige andere dt. Masterstudis machen: Security. Jaha! So hatte ich heute meinen ersten Tag und war anwesend bei einem Werbedreh für Kiwibank. Sterbendslangweilig habe ich heute von 6:00 bis 19:00 Parkplätze und Equipment bewacht. Immerhin gibts etwas Geld, wenngleich auch wahnwitzig wenig (einstelliger €-Betrag; generell ist das Gehalt hier niedrig, weshalb viele Kiwis over the ditch nach Oz gehen, um dort mehr einzuheimsen).

Das ist das Maskottchen der KiwiBank-Werbung.
Nachdem das ganze Set und alle Leute verschwunden war, durfte ich eine h in der Karre warten, bis sie abgeholt wurde.


Als ich da rumstand las ich die Materialien für den Kurs morgen, das Time Magazine sowie den Guardian Weekly. In Letzterem wurde schön über die Frage gerätselt, was vorher da war: Turkey oder turkey. Alles ein ziemliches Durcheinander. Schön fand ich aber, dass der Vogel auch in anderen Sprachen Verwirrung stiften kann. Je nach dem woher das Volk glaubte, wo der Vogel seinen Ursprung hat:

  • auf französisch heißen die hässlichen Burschen: dinde (d’Inde)
  • auf portugiesisch: peru
  • arabisch: diik habash (habash = Ethopien)
  • türkisch: hindi
  • deutsch: mal wieder laaaaaaaangweilig


PS: Die Lichtensteingeschichte kommt sogar auf BBC-World. Huihui.

Salzwasserlust und Möwenfrust

Eigentlich gibt es soweit nichts Neues aus Kiwihausen. Das Wochenende war spaßig mit Suff und Grillen (bzw BBQ oder wie man hier sagt 'Barby'). Weiterhin
  • habe ich herausgefunden, dass das Schwimmbad um die Ecke meiner neuen Bleibe mit Salzwasser gefüllt ist (der Adult Spa leider nicht), worauf hin ich mir gleich eine 10er Karte gesichert habe;
  • wurde ich gerade beim Laufen am Tamaki Drive in übelster Art und Weise von einer Möwe belästigt. Das gute Federvieh hat bestimmt mehrere Minuten messerschmidt'sche Luftangriffe an mir geübt und ich musste mit Kopf zwischen den Schultern davon joggen.
Das wars auch schon. Ich versuche so langsam mit meinem research für die paper zu starten, aber... es fällt mir schwer die gleiche Motivation wie die Möwe an den Tag zu legen.

Freitag, 15. Februar 2008

Bridgewater

So, heute mal wieder umgezogen. Das sind definitiv die letzten vier Wände für die restlichen paar Monate. Mel, meine flatmate, ist Lehrerin und hat hier vorher mit ihrem Freund gewohnt. Der ist aber jobmäßig nach Norden gezogen und dort wird sie dann im Winter nachkommen. Daher haben sie jemanden gesucht, der hier etwas zu der Miete zusteuert. Mel fährt also öfter, so wie dieses Wochenende, zu ihrem boy-friend nach Norden. Ist alles ziemlich sauber hier, was nicht verkehrt ist. Da sieht man dann auch gerne über den Zettel mit der Anweisung 'die Messer bitte nicht in den Geschirrspüler zu packen, da sie sonst rosten' hinweg. Insbesondere wenn man die letzten drei Tage in der Laube im Dunkeln geschissen hat, weil jeder zu faul war die Glühbirne zu ersetzten.


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Die Bude liegt auch noch halbwegs in Laufweite von Uni (20 min) und Stadtmitte (30 min). Joggen am Meer und Schwimmbad sind in Minuten erreichbar. Also bis jetzt passt alles ganz gut. Nur mit dem Internet muss ich mir noch was einfallen lassen. Wireless gibts hier nicht. Zur Not bleibts eben beim Kabel im Wohnzimmer. Nicht zur vernachlässigen ist auch die erhoffte juristische Erleuchtung durch die umliegenden Straßen Judges Bay Rd und Judge St. Der rose-garden liegt gleich gegenüber und ich zahle etwas mehr als 15 € pro Woche als in der Laube...




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Bridgewater


12 Bridgewater Rd, Apartment 4
Parnell
Auckland 1052
Kiwihausen

Donnerstag, 14. Februar 2008

Richtigstellung

Mit der väterlichen Heimatpost habe ich gestern unter anderem ein Interview mit Helen Clark (MiPräsi in Kiwihausen) in der Berliner Zeitung gelesen. Es ging im Wesentlichen um das grüne Image das Neuseeland international (angeblich) hat. Das ist falsch. NZ hat einfach nur wenig Einwohner, Strom aus Wasser- sowie Thermalkraft (und nur deshalb keine AKWs) und einige große Nationalparks.

Ansonsten:
  • Recycling ist teilweise vorhanden aber lächerlich (Glas, Plastik und Dosen kommen in einen Container für die Müllguys).
  • Im Supermarkt wird man mit Plastiktüten überhäuft.
  • An der Seite der Straße, in Parks und auch in vielen vielen Gärten wird gegen Unkraut gesprayt (habe sogar von einem Fall gehört, in dem um das Haus gegen Spinnen gesrüht wurde! Und in einem anderen in dem ein Farmer seinen Wald totgesprüht hat um Weideland zu schaffen.)
  • Autos vergammeln teilweise auf den Grundstücken in ländlichen Gegenden. Dort wird nicht selten auch der Hausmüll verbrannt.
  • In der Mensa gibts Einweggeschirr aus Plaste.
  • Autos und Busse aus den 80ern lümmeln sich durch die Straßen.
  • Heizungen und Klimaanlagen laufen und laufen.
  • Teilweise übles Wassermanagment auf den Feldern auf der Südinsel.
Klar, das Land ist klein und weit ab vom... von allem eigentlich. Aber es würde ohne weiteres besser gehen. Der ÖPNV hier ist nicht der Bringer (BVG, ich freue mich schon jetzt!). Und von den ganzen furzenden Schafen will ich erst gar nicht anfangen...


Daher lieber die Bilder der letzten Tage:

Montag, gestern, heute

Montag, 11. Februar 2008

Kiwihausenwochenende

Schönes Wochenende gewesen. Zwei Tage beach in a row mit bodyboarden und touch-rugby am Strand in Muriwai. Das ist an der Westküste etwa 40 km von hier und der Strand experiences a population explosion in summer when Aucklanders head to the sea. Zwischendurch schönes Barbecue ('Barby') in Mission Bay.
Überbleibsel sind Muskelkater und ein netter Sonnenbrand auf der Plautze, die ich als einziges Eincremeareal komplett vergessen habe...

Sommerwochenende in Kiwihausen


PS: Wer schon immer mal sein Allgemeinwissen ueber die Verwendung von Wombatscheisse erweitern wollte, ist hier bestens aufgehoben. Wohlmoeglich der Spannung wegen wurde das Wombatpoo-Research-Project in part I und part II geteilt.