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Freitag, 6. Juni 2008

last glimpse


Nach einmal umsteigen in Sydney und insgesamt 3h Verspätung bin ich in Bangkok angekommen. Gleich die erste Taxifahrt war ein Abenteuer. Wir mussten sogar bei der Polizei fragen, da er meine Unterkunft nicht kannte und auch diverse Anrufe in der Zentrale und anderswo (er hat mir einfach mal das Telefon gereicht) haben bei den beschiedenen Englischkenntnissen (diesmal lag es nicht an meinen :-) weiter geholfen. Jetzt etwas schlafen und dann morgen rein in den Trubel.

Mittwoch, 4. Juni 2008

Was mir in Kiwihausen fehlen wird

Erstmal ein paar Bilder aus den letzten Wochen:
may|june


Und hier die Liste:
  • das besondere Licht, die Wolken (teilweise dramatische Formationen), 3 Jahreszeiten an einem Tag, über einem kann es schütten wie Keakacke, aber 5 km weiter scheint die feinste Pazifiksonne, wunderbare Sonnenauf- und -untergänge, nach denen man sich zu Hause alle zehn Finger lecken würde, die hier aber Alltag sind.
  • die Palmen und Grillen
  • billiges Sushi (auch and der Uni, und das Indisch an der Uni)
  • Straßenarbeiten mitten in der Nacht und Sonntags (!!) (ja, auch Sonnatgsnachts!), um den Verkehr nicht zu belasten (was aber bei den hoffnungslos verstopften Straßen in der rush hour eh keinen Sinn macht, aber trotzdem nett)
  • natürlich das Meer
  • die gewagt-kurze Rockmode der Kiwigirls
  • 2 Minuten Kinowerbung
  • das Meer (nirgends ist man in NZ weiter als 128 km vom Meer entfernt!)
  • Supermärkte die 7 Tage die Woche von 7-23 Uhr auf haben; einige sogar 24/7
  • mit kurzen Hosen und Flipflops zum Prof gehen
  • der Müllschlucker im Ausguss in der Küche („nimm das Teebeutel.... mrrrrrhhhgrhrhrhhhhhhhhffffffhhhhhahhhhhh“)
  • das Meer, ganz klar
  • Burger Fuel, nicht dass ich sehr oft da gewesen wäre, aber wo in Berlin gibt es leckere Fishburger?
  • Fish&Chips
  • die Fernsicht; perfekt für Tagträumer: Hier kann man sehr oft ziemlich weit sehen und den Blick schweifen lassen
  • den Ozean vor der Haustür

Dienstag, 3. Juni 2008

Leben am Fischanus

Māui ist der Maori aller Maoris. Die Mythologie sagt, dass er Neuseeland, die Sonne und auch den Rest drum herum (definitiv aber nicht Australien!) erschaffen hat. Eines Tages ging Māui fischen und zog einen riesigen Fisch aus dem Wasser: Die Nordinsel. Auf der Karte sieht man tatsächlich Ähnlichkeiten wenn man die Nordinsel nach links klappt (wobei mir nicht klar ist, wie die Maoris das ohne Kartographie festgestellt haben). Nun frage ich mich, warum ausgerechnet Auckland das Fischarschloch ist... So schlimm ist es hier nun wirklich nicht.


Die Südinsel ist übrigens Māui's Kanu und Stewart Island der Anker für das Kanu.

Sonntag, 1. Juni 2008

NZL 40

Gestern habe ich mir mein Abschiedsgeschenk gemacht. Die letzte Tourinummer hat mich auf die NZL 40 gebracht. Ein Segelboot, eigens für den Americas Cup entworfen und gebaut. Das Boot wurde einst für die Franzosen zusammen geschraubt, ist aber nie im eigentlichen Rennen gelaufen, weil das franzöische Team dann doch nicht teilgenommen hat. Die Yacht hat es aber immerhin bis zum Genfer See geschafft. Jetzt werden auf ihr 3 stündige Touritouren im Aucklander Hafen angeboten. War etwas wenig Wind aber nicht weiter wild. Schöne Tour. Und wärend es in der Stadt geschüttet hat, war es etwas weiter weg auf dem Meer trocken. Natürlich wieder reichlich Bilder (gefühlt das Hunderttausenste) von der Skyline gemacht.

NZL 40

Donnerstag, 29. Mai 2008

dedication

So, das erste paper wurde eben abgegeben, das zweite folgt am Dienstag. Und das kommt dabei raus, wenn mir anbietet in meinem paper eine dedication einzubauen:

Mittwoch, 28. Mai 2008

Was Berlin von Auckland lernen kann

Ist eigentlich nicht viel, außer:

1) Das Meer. Berlin brauch ein Meer! Klare Sache.



2) Bessere Ampelanlagen. West- oder Ostampelmännchen, alles Quatsch! Hier gibt es Ampelmännchen, die die Bewegung des Straßeüberquerens vormachen! Nicht nur das, hier gibt es auch einen Countdown, für die dunkelgrüne Phase! Leider etwas schlechte Qualität, aber trotzdem:


Dienstag, 27. Mai 2008

Souvenir

Das ist Joe Brown. Seines Zeichens Samoaner und mit 17 nach Auckland gekommen. Von ihm habe ich mir mein persönliches Souvenir abgeholt.
Falls sonst in der heimatlichen Ecke irgendwelche Souvenirwünsche aufgetaucht sein sollten, dann wäre bald ein guter Zeitpunkt diese zu äußern. Ich werde nämlich nicht einfach so irgendeinen zufälligen Ramschkitsch mitschleppen.

Freitag, 23. Mai 2008

Skytower

Die Zeit in Kiwihausen neigt sich dem Ende und es stehen immer noch einige Sachen in Auckland auf der Erlebnisliste. Eins davon ist nun abgehakt: Essen auf dem höchsten Gebäude der Südhalbkugel. Es war sehr viel entspannter, als bei der letzten Besichtigung, da weniger Kinder und weniger Touris. Und was sich erst ziemlich teuer anhörte war dann auch halb so wild, da im Essen der Eintritt dabei war, so dass der Snapper am Ende nur so 7 € gekostet hat. Geht doch.


Dienstag, 20. Mai 2008

Warum den Asiaten die Weltherrschaft gehört



Dies Klapp-Gabel habe ich in einer schnöden Fertigsuppe (Geschmack: Laksa) gefunden. Ich war sprachlos! Nicht nur, dass dem Süppchen ein Essbesteck beiliegt, nein, es ist auch noch klappbar! Das Esswerkzeug hat hervorragend funktioniert (auch wenn man nicht in erster Linie an eine Gabel denkt, wenns um Suppe geht) und hätte sogar wieder verwendet werden können!!
Klapp, klapp, spachtel, spachtel. Ein Hoch auf die Asiaten!

Montag, 19. Mai 2008

Heimatglocken läuten

Das ist einer der vielen Asiaten hier. Er war zwar noch nie in Spreehausen, hat mir aber erklärt, dass es das Shirt in Japan zu kaufen gibt und brachte mir außerdem bei, was 'Scheiße!' auf japanisch heißt. Ohne zu wissen, was es heißt, kannte ich das Wort aber schon von diversen Weiterbildungsmaßnahmen aus dem häuslichen Bereich...

Sonntag, 18. Mai 2008

Schleichender Abschied

So langsam gehts los und die Abschiedsgedanken setzen sich fest. Heute hieß es bereits Abschied nehmen von der zweiten Säule meines Reisespaßes.

Abschied von Säule Nr. 1

Der erste Abschied erfolgte schon vor einigen Wochen. Nach 9 Monaten mit diversen Stürzen, einmal komplett nass und über 25.000 Bildern (19 GB) hat sie den Geist aufgegeben. Etwas Geld gab es von der komischen Studiversicherung aber als Trennungsentschädigung dazu.


Abschied von Säule Nr 2
Heute habe ich endlich meinen fahrbaren Untersatz losschlagen können. Natürlich nicht für den erhofften Preis, da es eine Qual ist, hier im Herbst ein Auto los zu werden. Bilanz: Ein 5 m Sprung und ca 20,000 gefahrene km (davon 60 am Strand). Machs gut, Subaroo.



Samstag, 17. Mai 2008

The Blues

Gestern war ich bei meinem zweitem Rugbyspiel. Diesmal war hat es nicht geschüttet. Stattdessen war es um 10° ziemlich frostig. War aber gut, denn die Aucklander Blues haben die blöden Hauptstädter, die Wellington Hurricanes, weggepustet. War ein spannendes Spiel und ein schöner Abend. Wir waren Tony, einem Kiwi und Anwalt, der gleich neben dem Stadion wohnt. Thomas kennt ihn von seiner Wahlstation hier und wir haben bei einem kleinen Feuerchen im Garten den Abend nach dem Spiel ausklingen lassen.
Um mich schon mal auf Berlin bestens vorzubereiten, habe ich mir auch nicht nehmen lassen im Garten in Hundescheiße zu treten...

Blues

Mittwoch, 14. Mai 2008

Der Klassiker

Mal wieder ein herrliches Beispiel für das manchmal naive Neuseeland. Letzten Montag ist es einem inmate gelungen aus einem Gefängnis (gebaut 1865) hier in Auckland auszubrechen. Gut, das kennt man auch aus Deutschland aber hierüber hat sogar die NY Times berichtet. Das Besondere hier war ein Ausbruch der klassichen Art: Mit zusammen geknoteten Laken.
Aaron Forden, 26, knotted 10 sheets together and crawled through roof cavities to a high tower before using the sheet rope to lower himself over the barbed wire on the outside wall and flee. He was spotted by a member of the public and prison staff but by the time police arrived, he had disappeared. (c)

Sonntag, 11. Mai 2008

The 80's - Kowabonga!


Eigentlich bin ich kein besonderer Fan von Motto-Parties. Aber gestern hatte ich doch Spaß.
Der hörte dannaber heute morgen um halb 8 auf, als ich angeschlagen mein Glück auf dem Automarkt versucht habe. Leider ohne Erfolg. Vielleicht hätte ich den Schnautzer doch dran lassen sollen; wird er doch in der Autobranche als Vertrauensmerkmal akzeptiert...

Freitag, 9. Mai 2008

März: Gefühlt schon ewig her

Gerade zufällig über ein Bild aus dem März gestolpert und dem darin erkennbaren Unsinn von planlosem Wälzen im schwarzen Sand am Muriwai Beach mit angemessener Sentimentalität begegnet. Februar und März waren zwei herrliche Sommermonate hier in Auckland, indeed.

Vielleicht auch ein brauchbares Bewerbungsfoto... Aber das kann ich mir ja noch etwas überlegen, denn der Pöbel sprach: Erst in Berlin mit der Bewerbung voll durchstarten (55 %). (Anderen Ergebnisse: Bewerbung von hier 15 %, Taxischein 15 %, ALG I 15 %.)

Dienstag, 6. Mai 2008

"So what do you think of those Australians?"

Das war die erste Frage meiner flatemate und wieder mal ein schönes Beispiel der AUS/NZ-Hassliebe. Ich habe nur irgenwas gebrabbelt von wegen, dass alle mein Geld wollten und so. So viel anders als die Kiwis fand ich sie jetzt nun aber nicht.
So, wieder zurück in rainy Auckland (10 °!; aber meine Flatmate meinte es sei noch schlimmer gewesen mit kübelweise Regen und Blitzen *höhö*). Heute früh noch einen schönen warmen Morgen in Cairns genossen. Das war dann bestimmt erstmal Australien für eine sehr lange Zeit... Aber die Woche war gut! Besonders der Kontrast Reef/Rainforest hat mir gefallen. Kangoroos gabs leider keine. Auch wenn Captain Cook in der gleichen Gegend angeblich sein erstes gesehen hat. Das nagt natürlich etwas...

Morgen heißt es erstmal auch geistig in Auckland ankommen. Dann irgendwie die paper fertig Zimmern, denn der Countdown zählt gnadenlos runter.


Sonntag, 27. April 2008

sado-glaso



Ok, irgendwelche Schreibfehler von Asiaten locken nicht mehr wirklich jemanden hinter dem Reisdünster hervor aber ich finde die "" bei dangerous auch sehr schön.

Ansonsten habe gestern versucht mein Auto auf einem car fair loszuwerden. Leider ohne Erfolg. Es war zu wenig los und ich habe, da ja noch genug Zeit, erstmal das obere Preissegment angetastet.
Heute wollte ich es auf dem größeren car market nochmal versuchen. Allerdings regnet es in Strömen. Also habe ich nach Cairns noch drei Wochen, um den Suba-roo abzustoßen.
Nach Cairns geht es übermorgen. Gebucht ist noch nichts außer der Flug. Fest steht jedenfalls, dass ich kein Lamm essen werde. Nicht, dass ich es in Erwägung ziehen würde. Es gibt viel bessere Optionen sein Geld in Cairns rauszuhauen, als für Lamm. Tauchen, Segeln, mit der Eisenbahn durch den Regenwald, Krokodile füttern, skydiven, Fledermäuse aufpäppeln, usw usf. Leider bin ich nur eine Woche da.

Freitag, 25. April 2008

ANZAC-Day

Heute morgen um 6 (!) haben sich Aucklander am Museum versammelt, um die gefallenen Kiwis zu ehren. Ich hätte dem ja auch gerne beigewohnt, aber sechs Uhr ist schon ein Argument. Entgegen der bösen Vermutung, dass diese Zeit etwas mit der senilen Bettflucht der Veteranen zu tun hatte, erklärte mir mein Barbier, dass es sich eher um die spirituelle Tageszeit des Morgengrauens geht.
Anzac Day is a time to think of families and consider the strain placed on the families of our service people[...]
Auch, wenn es um alle Verstorbenen geht, steht die Schlacht von Gallipoli im Vordergrund. Dabei handelt es sich um die derbste Niederlage der ANZAC Truppen in der Türkei.
Man fühlt sich schon etwas unangenehm in der Deutschen Haut. Die Kiwis geben einem aber keinen Anlass dazu, überhaupt nicht. Mein Barbier hat mich sogar gefragt, ob wir auch Militärparaden an Gedenken des Zweiten Weltkrieges hätten. Apropos Zweiter Weltkrieg: Ein Kollege wurde schon mehrmals von Maoris angesprochen, denn diese sind gut auf Rommel zu sprechen. Der soll zu Hitler auf die Frage, was er bräuchte, um Nordafrika zu halten, gesagt haben: Ein Maori Batallion.
Auch in Australien gibt es heute zahlreiche Gedenken. Sieht sogar ziemlich voll aus, auf den Fotos. Zusätzlich würde vor kurzem erst das Wrack der HMAS Sydney gefunden, welches von Deutschen zerschrotet wurde. Es gab keine Überlebenden.

So, genug Kriegsgeschichten, meine flatmate back nämlich ANZAC-biscuits.

Nachtrag:
Hier die biscuits. Scheint wohl eine moderne Variante zu sein.

Donnerstag, 24. April 2008

One Night in Auckland

Aucklander Aprilnächte

Nein, keine Sufffotos, sondern das nächtliche Auckland, wie es sich einem auf dem Weg von der Uni nach Hause zeigt.
Leider mit meiner kleinen Ersatzkamera aufgenommen. Nach diversen Stürzen auf der Südinsel hat die große im März den Fotogeist aufgegeben. Eine Reparatur würde wahnwitzige 900 NZ$ (500 €) kosten! Dank der seltsamen Versicherung, die man hier als internationaler Studi haben muss, sollte ich zumindest den Gebrauchswert erstattet bekommen. Seltsame Versicherung, weil sie so ziemlich alles ersetzt. Sogar verlorenes (!) Geld.* Und bei der Kamera kommt es nicht darauf an, wie, wobei und bei welchem Foto sie abgeschmiert ist.

*) Nein! Ich versuche doch ein guter Mensch zu sein. *hust*