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Dienstag, 8. April 2008

Lord of the Locations

Location! Location! Location!

Etwas überfällig folgt nun mein Semesterferienprojekt: Herr der Ringe-Drehorte besuchen.
Ok, es war nicht wirklich ein Projekt, aber ich habe schon ein paar Sachen mitgenommen, die auf dem Weg lagen (nerd alert). Den ersten Drehort sah ich schon in meinem ersten Monat hier in Kiwihausen, der letzte war Mt. Doom.
Auf der Karte des Albums kann man ganz gut sehen, wie sich die Drehorte über ganz Kiwihausen verteilen:


Lord of the Locations


Ein eigenes Album bekommt Hobbiton. Der Einzige Drehort, auf dem noch Kulissen zu finden sind, wenn auch schon etwas heruntergekommen:

Hobbiton


Eine weitere Sonderstellung hat Edoras verdient: Das war neben dem See (eigentlich ein Fluss im Film), an dem sich Frodo und Sam von der Gruppe trennen, der schönste Drehort für mich. Während an dem See aber Kiwis gecampt haben, war Edoras ein Hügel mitten im Nichts! Wunderbar einsam, mitten in einem Tal umgeben von Gebirgsbächen.

Edoras


Es hat Spaß gemacht, die Drehorte auf dem Weg zu suchen und dann manchmal auch tatsächlich zu erkennen. Fakt ist aber, dass man Lord of the Rings sehr viel öfter als nur bei den Originaldrehorten wiedererkennt. Ganz klar: Kiwihausen ist Mittelerde.

Weitere Mittelerdenews:
  • Peter Jackson hat NZ's einzigen Privatjet
  • Der Hobbit ist wohl zweiteilig ab 2010 und 2011 am Start.

Edit: Hatte sträflicher Weise ein paar Locations vorenthalten, die jetzt nachgetragen wurden. Darunter ua. Fangorn und ein Teil der Dead Marshes.

Dienstag, 5. Februar 2008

gerade gelesen...

Schön, wenn man weiß, warum der Kerl so schwärmt. Fox und Tasman Gletscher sowie Mt. Cook Village und den wunderbaren Mt. Cook durfte ich auch bestaunen. Schöner Flug, aber dafür hat er nicht auf dem fast vollen Scheißhaus der Mueller Hut seine Notdurft für den nächsten Helikopterflug ins Tal hinterlassen...

Freitag, 25. Januar 2008

Marlborough

24. Jan 8:36 pm

Bin schön gemütlich von Nelson nach Picton gefahren. Über den Queen Charlotte Drive. Sehr schöne Strecke entlang des Queen Charlotte Sounds. Fast drei Monate her, dass wir hier den Queen Charlotte Track gemacht haben. (Mir fällt jetzt keine andere Möglichkeit mehr ein "Queen Charlotte" zu schreiben, außer dieser Satz...)

Habe auch einen tollen Zeltplatz gefunden. Nicht weit von Picton, also nicht allzu viel Fahrerei morgen im Dunkeln. Macht nicht wirklich Sinn, für ein Hostel zu zahlen, wenn man dort nur die halbe Nacht pennt... Außerdem hatte ich hier endlich mal Gelegenheit schwimmen zu gehen, nachdem mir die Gezeiten vorher nicht mitgespielt hatten. Bei Ebbe geht hier nämlich nicht viel.


25. Jan 4:54 am

Ürgs


25 Jan 10:19 am

So, wieder in Wellington. Und mal wieder eine richtige Stadt. Penner, volle Straßen und satte 4 $/h Parkgebühren fühlen sich fast an, wie zu Hause. Die Sonne scheint und ich habe wohl Glück einen der Sonnentage in windy welly genießen zu können. Der Plan ist jetzt an der Westküste hoch zu fahren und vielleicht den Mt. Taranaki zu besteigen. Dann wäre ich so in 5 Tagen in AKL: Eigentlich wollte ich noch das East Cape mitnehmen, aber ich werde reisemüde und die Tatsache, dass dieses Semester das größte Studiwohnheim geschlossen hat, ist Futter für meine WG-Sorgen.




Marlborough

Donnerstag, 24. Januar 2008

ADAC-Strand

Peinlich aber wahr: Der Grund für den Umweg zur Golden Bay ist ein ADAC-Reisemagazin (NZ Spezial). Sonst wäre ich von Dunedin gleich auf die Nordinsel gefahren. So aber gabs noch ein paar schöne Tage und es war worth it. Freitag gehts mit der Fähre nach Welly. Ich hielt es für einen gute Idee, das Schiff um 5:30 am zu nehmen, erst danach ist mir eingefallen, dass man ja eine h vorher da sein muss. *hust*




Größere Kartenansicht


Hier die letzten Tage im Schnelldurchlauf („Susi, bitte!“):

22. Jan

Das miese Wetter hielt bis zum Nachmittag an. Horizontaler Regen bei über 20°. Der Tag ging auch bekackt weiter: Ich musste 6 Hostels ansteuern, um ein Bett zu finden. Ich landete schließlich in einem Öko-Hostel. Solarstrom, Regenwasser und Kompostscheißhaus (eine Tasse Holz hinterher drauf kippen). Ansonsten hieß es für Männer: „If you need a pee, find a tree.“ Abends mit den Leuten aus dem Hostel selbstgebrautes Bier und Livemusi im Mussel Inn. Netter Laden mitten im Nichts mit angenagelten Handys an einem Pfahl und dem Schild „Got the message?“.

23. Jan

Sonne aber viel Wind. Schöne Strände am nördlichsten Platzt der Südinsel. Die Gegend ist bekannt für die Zugvögel, die hier aus Sibirien und Alaska kommen! Für die Reise brauchen sie etwa 7 Tage. Gepennt habe ich in der Nähe von Nelson am Kina Beach. Leider war morgens und Abends Ebbe und zwar richtig. Daher bin ich noch mit Sand hin und im Ohr sowie anderen Stellen pennen gegangen.

24 Jan.

Eben in Neslon Frühstück gehabt und dank einer Dusche für 2 $ jetzt auch Sandfrei. Werde mir einen Zeltplatz nicht weit von der Fähre suchen, um dann um 4:00 am (fuck!) aufzustehen. Immer noch Aufregung wegen der Wale hier.

Auch wenn es noch etwa eine Woche dauert bis ich in AKL bin, so fängt doch die Planerei langsam an. Uni, Kurse, Zimmer, etc. So den Kursen: Sollte ich einen leichteren (Rechte von Ureinwohnern = weniger juristisch und daher wohl einfacher für mich, das paper zu schreiben; aber Null Relevanz für später. Und nein, ich will kein Fachanwalt für die Rechte kasachischer Bergziegenhirten werden) nehmen oder einen juristisch anspruchsvolleren (Urheberrecht, paper wohl schwieriger, spätere Relevanz aber auch eher fraglich)? Ersterer richt nach weniger Arbeit... Zeit, dass der Pöbel abstimmt (rechts).


Golden Bay

Dienstag, 22. Januar 2008

Mir fällt gerade keine blöde Überschrift ein. So!

21. Jan 9:41 pm

Von Kaikoura zur Clifford Bay hatte ich dann auch wie erwartet einigen Regen. Aber am Zeltplatz angekommen war alles trocken und so blieb es auch den Abend. Die Zeichen stehen aber weiterhin auf Regen oder zumindest starken Wind. Der Zeltplatz ist nicht verkehrt, das Zelt steht 4 m vom Meer entfernt. Sollte der Wind tatsächlich grenzwertig werden, so kann ich das Zelt schnell ins Auto schmeißen und weiter tuckern. Abends gabs baked beans, ungetoasteten Toast und eine Avocado (ok, und Mandelschoki). Morgen gehts dann nach Collingwood und damit in die nördlichste Ecke der Südinsel. Hoffentlich regenfrei.

22. Jan 11:06 am
Es hat zum Glück weder doll geregnet noch gestürmt. Allerdings ist Zyklon Funa jetzt im Anmarsch. Das Wetter ist dementsprechend komisch: starker Regen und Wind bei 24°. Erinnert ein wenig an einen Berliner Stadtschauer nach einem heißen Sommertag.
Die Nacht im Zelt war irgendwie schlaflos, daher schon um 6 raus und erstmal ab ins Meer. Dann gleich nach Nelson, dort Frühstück (und Klo vom Visitor Center) und jetzt Internet. Gleich mit Futter eindecken und dann weiter nach Collingwood und auf besseres Wetter hoffen.

Montag, 21. Januar 2008

Gimlihausen

Und da bin ich wieder. Wieder allein und wieder in Kaikoura. Gestern habe ich noch den Morgen mit Gina in Oamaru verbracht und bin dann nach Lobourn zu Lizzie und Phillip gefahren und habe dort den Nachmittag verbracht und gepennt. Das war das erste mal seit ich im November losgefahren bin, dass ich an einen Ort gekommen bin und in der Küche nicht nach Messer und Gabel suchen mußte. Es war schön wieder da zu sein. Der Garten hat sich verändert, das Gras ist braun. Und es sind nur noch 2 Hunde dort. Abends gabs dann eine Pizza von mir. Ich bin dort heute eher spät gegen Mittag Richtung Kaikoura aufgebrochen. Grund war die Hippiefamilie, die Lizzie besucht hat. Sie hatten einen wunderbaren Garten. Aber ich bin weder wegen Hippieness noch Garten mitgekommen, sondern weil Brett dort bei Herr der Ringe mitgewirkt hat. Er war kein geringerer als der Mini-Gimli. Also der Bursche, der immer im Bild war, wenn Gimli in voller Größe zu sehen war. Lustiger Typ und in der Tat sehr klein. Er ist aber kein LotR-Fan und hat seine Gimli-Axt für 15k € an einen Ami verscherbelt. Die Familie pennt in einem Bus, dass Haus (Küche, Bad) hat Hobbitgröße (ja, Kopf gestoßen) und die drei Kinder sehen aus wie Hobbits mit braunen Augen und Locken.

Das letzte Mal hier in der Gegend rund im Kaikoura war alles sehr viel Grüner und gestern las ich, dass es angeblich der wärmste Sommer seit 10 Jahren ist. Jetzt zieht aber ein Tief über Kiwihausen und in der letzten Stunde sank die Temperatur von 31° (mein erstes Mal über dreißig hier!) auf 20°. Es soll auch ziemlich regnen. Und dabei wollte ich doch mal wieder Zelten. Langsam werde ich der Rumfahrerei müde und freue sich auf die Zeit, nicht aus dem Koffer leben zu müssen. Daher habe ich kurz überlegt, ob ich den Schlenker hoch nach Collingwood machen, oder gleich die Fähre nach Welly nehmen soll... Bin noch unentschlossen, aber ich denke das nehme ich noch mit, auch wenns ein „Umweg“ über 600 km wird.

Donnerstag, 17. Januar 2008

Sandfly Bay

Gestern Abend waren ich und Gina kurz am Strand in der Sandfly Bay. Mein Lieblingsstrand hier auf der Halbinsel und nur 10 min von ihrer WG entfernt. Hat mir schon beim ersten Mal sehr gefallen dort.
Heute regnet es und es steht die Überlegung an, wie es die nächsten Tage weiter geht. Während meiner Woche hier habe ich per e-mail einen supervisor für mein paper gefunden, was schon mal eine Erleichterung ist.

Mittwoch, 16. Januar 2008

CSI: St. Kilda

So, die Ermittlungen am poo beach sind abgeschlossen und es ist wohl doch keine Verschwörung. Das Google Earth Foto ist in der Tat nicht aktuell. Und Recherchen vor Ort und im Netz haben ergeben, dass die poo pipe vielmehr gerade gebaut wird! Ich hatte in meiner naiven Art einfach nicht gedacht, dass man sowas heute noch so sichtbar platziert. Aktuell kommt die Kacke etwas weiter östlich zu Tage. Ironischer Weise am Lawyers Head.
Soviel von meiner Seite zu diesem weltpolitisch brisantem Thema.

Dienstag, 15. Januar 2008

poo-beach

Heute habe ich den halben Tag mit wunderschöner Sonne im Haus verplämpern müssen, weil ein bekackter Trojaner mein Windows komplett zerlegt hat. Zwischenzeitlich hatte ich ziemlich Angst um meine Fotos. Und auch zwischenzeitlich wäre ich fast losgegangen, um ein MacBook zu kaufen, bis mir eingefallen ist, dass die ja Geld kosten...
Zur körperlichen und geistigen Zerstreuung bin ich danach laufen gegangen. Vorbei ging es uA an einem wunderbaren Strand. Weißer Sand, breit und flache Wellen. Aber leider darf man dort weder schwimmen noch baden, da eine Bucht weiter eine poo-pipe die Kacke Dunedins ins Meer leitet. Komischer Weise kann man an dem Strand mit der pipe selber schwimmen aber an dem anderen nicht. Aber jetzt kommt das wirklich komische: Die poo-pipe verläuft überirdisch auf einem weithin sichtbaren Gestell und ist nicht mit Google Earth zu finden! Ich finde das riecht nach einer bekackten Verschwörung!
Gerade gabs zum Dinner Muscheln. Etwas gewöhnungsbedürftig war, dass in einigen Muscheln (also in dem Fleisch!) kleine Krebtierchen waren.

Sonntag, 13. Januar 2008

Waschmaschinen- und Zeltsorgen

11. Jan 11:23 am

Sitze gerade in Dunedin in einem Laundromat der Teil einer BP Tankstelle ist! Draußen scheint die Sonne bei windigen 20° und... huch, die Wäsche ist schon fertig. Ein Waschvorgang dauert hier nie länger als 30 min. Die Maschinen sind totaler Schrott; Toploader und man kann froh sein, wenn sie nicht kalt waschen. Klingt nach keinem großen Problem, ist es auch nicht. Aber für Leute mit Hang zum Kleckern und Einsauen ist das durchaus nervig...

13. Jan 10:03 am
Gestern sollte hier angeblich der wärmste Tag für mich werden. Angekündigt war eine lachende Sonne und 27°. Der Plan war also raus aus Dunedin und in den Süden einen Strand zum Zelten suchen. Soweit so gut. Auf zum farmers market, Zeug gekauft und dann los. Irgendwann dann auch einen Strand gefunden. Schöner Sandstrand, tolle Wellen, menschenleer. Baden, Picknick, Lümmeln, etc. Aus dem Nichts zeigten sich dann die Regenwolken am Horizont und eine ziemlich starke Brise. Es dauerte ewig, das Zelt in Sand und Wind aufzubauen und am Ende sah es trotzdem retarded aus. Der Wind blies rein, blähte es auf und am Ende flog es sogar fast davon. Also Abbruch. Alles ins Auto schmeißen. Schade, wirklich schade (wann hat man schon mal einen einsamen Strand für sich) aber als wir die Autotüren zu schmissen, fing es genau in diesem Moment zu pissen an. Obwohl wir nur ein paar h am Strand waren hat der Wind es geschafft, den Sand so ziemlich überall hin zu pusten. Sogar im unausgepackten Schlafsack.

Zelt im Wind

Ansonsten habe ich mich etwas in Gina's WG breit gemacht. Es ist aber nicht wirklich einen (Studi-) WG sondern gehört einem sehr jungen Paar, dass sich noch Leute für ihr großes Haus gesucht haben. Das nagt durchaus etwas an mir, denn das Haus ist für NZ Verhältnisse sehr gut (große Zimmer, schöner Holzfußboden, etc etc). Kleiner Garten, Hund neues SUV. Sie fängt an zu studieren und er ist !! Bademeister !! Gut, das heißt hier Lifeguard und ist vielleicht etwas besser bezahlt als bei uns, aber trotzdem. BADEMEISTER! Selbst wenn das hier nicht AKL sind und die Immopreise vielleicht bodenständig sind, komme ich da nicht so ganz mit...

Freitag, 11. Januar 2008

Donnerstag, 10. Januar 2008

Kea Country

Kea-Time war vorgestern. An einem Tag habe ich insgesamt bestimmt um die 10 Vögel gesehen. Es macht einfach Spaß die Biester zu beobachten.
Nachdem ich in Greymouth im Regen gestartet bin (das kann echt nervig werden dort, da sich die Wolken der Tasman See an den Alpen festhängen und sich erstmal gründlich Regen ablassen), ging es über die Berge rauf zum Arthur's Pass. Ein alter Pass, der damals die Goldgräber von Chch an die Westcoast gebracht hat:


Größere Kartenansicht

Von Arthur's Pass Village (920m) habe ich dann einen daywalk auf die Avalanche Peak (1833m) gemacht. Geregnet hat es zum Glück nicht und als Besonderheit warteten die Keas oben als Belohnung. Ich war allein auf dem Gipfel und es waren 4 Keas um mich herum! Sie sind extrem neugierig und nicht allzu scheu, weshalb man auf sein Zeug aufpassen muss. Der ein oder andere Rucksack wurde von ihren spitzen Schnäbeln schon aufgeschlitzt. Und während drei Keas einen vorne bespaßen schleicht sich der vierte von hinten an den Rucksack ran! Sehr putzige Vögel. Es hat Spaß gemacht, sie zu beobachten. Das waren dann erstmal die letzten Keas für... immer? Jedenfalls für sehr lange Zeit.

Avalanche Peak

Da ich ja den Track an der Westküste aufgrund des Regens habe ausfallen lassen, habe ich nach der Avalanche Peak und einer ruhigen Nacht im Zelt am See einen größeren Umweg nach Dunedin zu Gina gemacht...

Das ist jetzt übrigens mein 99. Post hier. Heureka!

Dienstag, 8. Januar 2008

We(s)tland

Aus dem Track wurde leider nichts. Also keine hotsprings. Schade, sehr schade. Es gab eine Unwetterwarnung für die Gegend mit Unmengen von Regen. Und das Problem ist, dass man bei dem Track durch Flüsse durchwaten und einen Steinrutsch passieren müsste. Das war mir dann doch zu risky. Es wird nämlich explizit davor gewarnt, den Track bei starkem Regen zu machen. Es sind auch schon Leute dabei umgekommen und es gibt einfach coolere Todesarten, als mit einem 12kg-Rucksack zu ertrinken.

Also, Planänderung und durch den Regen nach Norden. Das war dann auch das Standardbild auf der Fahrt: Wasser, das sich von den Steinwänden auf die Straße ergießt. Ich war schon mal hier, in Greymouth, hab damals allerdings nicht übernachtet. Somit hat sich jetzt der Kreis fast geschlossen und ich bin einmal um die Südinsel herum.

Küste und hoffentlich Regen lasse ich heute hinter mir und es geht auf den Arthur’s Pass. NZ’s höchste Siedlung.

Sonntag, 6. Januar 2008

Ich glaube, eine Spinne lebt in meinem linken Aussenspiegel.

Zumindest befindet sich dort in regelmäßiger Stätigkeit ein Netz.

Ich und Spinny sind jetzt wieder allein unterwegs, nachdem Gina wieder nach Dunedin zurück musste. Bin jetzt wieder an der Westcoast, an der ich zuletzt am 15. November war. Nur 350 km weiter südlich. Das ist quasi die Rückseite vom Mt. Cook (Stichwort: Mueller Hut), also die Rückseite der Kiwi-Alpen. Das Besondere an der Gegend ist, dass hier die Gletscher von den Alpen in den Regenwald hineinreichen. Und das nur ein paar Km vom Meer entfernt. Diese Konzentration von Landschaften wird mich wohl immer faszinieren hier... Gestern Nacht haben wir am Gillespies Beach gezeltet. Neben seinen Massen an drift wood und sand flies hatte die Oertlichkeit noch eine Begegnung mit einem Possum zu bieten. Es raschelte und schnueffelte am Zelt und als ich nachsah, stand das bloede Possum da wie angewurzelt. Aber sobald ich die Taschenlampe wegnahm ist es in die Buesche geduest. Jedenfalls nicht besonders helle, die Burschen und daher sieht man auch auf den Strassen alle paar km ein plattes Possum (morgens noch am Stueck, abends gerne auch mal zermanscht).
Leider sind die nächsten Tage üble Regenfälle angesagt und es riecht auch schon so, bilde ich mir ein. Da ich aber morgen wegen nur wegen des Regens nicht im Auto verbringen will, werde ich (wie geplant) einen Track für zwei Tage machen. Erste Tag zur Welcome Flat Hut und am zweiten Tag wieder zurück. Die Hütte besticht durch ihre hotpools. Natürliche hot springs, in die man seine wundgeschubbelten Wandermauken halten kann.
Wie es übermorgen weitergeht weiß ich nicht so genau. Mal sehen.


(Bin mal gespannt, ob es den Lokführerstreit/k noch gibt, wenn ich wieder da bin. Das nervt ja schon, wenn man 2x die Woche Spiegel Online liest.)

Freitag, 4. Januar 2008

Liverpool Hut

Das neue Jahr habe ich relativ unspektakulär in Wanaka mit Gina (vom Kepler Track) verbracht. Ein paar Bierchen und dann um zwölf das obligatorische Feuerwerk am See. Danach dann noch in den eiskalten See gesprungen (nicht kopfüber selbstredend).
Am ersten haben wir dann einen drei-Tages-Track gestartet. Die zweite Nacht war auf der Liverpool Hut, bisher die witzigste und winzigste Hut, in der ich war. Eigentlich nur ein kleiner shelter mit 6 Betten. Leider hat es am dritten Tag wie verrückt gegossen, war kalt und windig. Aber spaßig.
Jetzt geht es wieder an die Westcoast und von nun an wird nur noch nach Norden gefahren. Die Fahrt ist nicht lang. Haast ist das Zeil. Dort, wo das nördliche Fjordland aufs Meer trifft.



Liverpool Hut

Montag, 31. Dezember 2007

Wanaka

Was ich letztens vergaß zu erwähnen: Der Tauch-Assi vom Milford Sound arbeitet in der Nebensaison Kuh-Besamer.

So, nachdem das gesagt ist, kurz zum Bild: Das zeigt den Lake Wanaka und den Blick, den man von der Promenade hat. Die Stadt selber ist eher popelig, platzt aber aus allen Nähten. Pubertierende Kiwi-Kids röhren mit ihren Karren durch die Gegend und auch sonst scheint die Stadt für new yeahr ziemlich anfällig für viele Kiwis zu sein. Mal sehen, was so geht. Erwähnenswert vielleicht noch, dass an der Promenade, wo es auch eine öffentliche new year party gibt, ein alcohol ban herrscht!
Im neuen Jahr geht es wohl für 2 Tage in den Mt. Aspiring National Park.

Wenn die werte Leserschaft gegen 12:00 mittags zu Tisch bei deutscher Kohlroulade sitzt ist hier gerade das neue Jahr am anbrechen. Have a good one and a nice swing into 2008.

Samstag, 29. Dezember 2007

Fjordland - Wanaka

(Hier in Wanaka habe ich die schnellste Internetverbindung, die ich je in NZ hatte. Daher endlich die Möglichkeit die letzten Tage hochzuladen. Ist eine ganze Menge...)

Leider war es dann doch nicht trocken und ich habe mein Zelt bei 6° und Regen gegen 9:00 pm an einem See aufgestellt. Entschädigt wurde ich dafür dann am nächsten Morgen: Wunderbarer Blick auf den See, schneebedeckte Berge und Stille. Etwas geschockt war ich aber, als die Eisschicht auf meinem Zelt fand. Es war morgens 2° (lt. Subaru-Aussenthermometer)! Die Fahrt nach Queenstown ging dann in der Sonne weiter und ich bin jetzt weitestgehend aufgetaut. Gleich gehts weiter nach Wanaka. Dort bleibe ich dann den kümmerlichen Rest des Jahres.
Eben einen ziemlichen Schock erlitten, da ich mein Notebook-Netzteil im Auto "verlegt" hatte.


Freitag, 28. Dezember 2007

review: Fjordland (Doubtful/Kepler/Milford)

Te Anau & Doubtful Sound:
(21.12. & 22.12.)

Im zum Doubtful Sound zu kommen, muss man erstmal per Boot über den Lake Manapuri und dann mit dem Bus über eine Bergstraße zum Sound selber. Die Straße wurde eigens für das Wasserkraftwerk am Lake Manapuri gebaut und war wohl eine der teuersten NZ‘s. Der Fjord war wunderbar ruhig, da man eben nur über den Touranbieter dort hinkommt. Schon beeindruckend, wie die Felswände aus dem Wasser ragen, zumal sie ja genau so steil unter Wasser weiter verlaufen. Auf dem Rückwegs gabs dann noch einen kurzen Blick auf das Kraftwerk, was komplett unterirdisch ist. Der Lake Manapuri liegt höher als der Fjord und kann daher gut dazu genutzt werden.


Te Anau/Doubtful Sound

Kepler Track:
(24.12.-26.12.)

Tag 1:

Um zum eigentlichen Anfang des Tracks musste man von Te Anau erstmal 50 min laufen. Dann ging es in einem wunderbaren Mooswald am See entlang los. Es ging dabei aber immer schön nach oben bis man auf einmal die Buschgrenze erreichte. Die Aussicht über den Lake Te Anau war großartig und es folge ein ausgedehntes Spontanpicknick mit einer am Abend zuvor gebackenen Dudizza. Die Sonne schien und die Hütte war nicht mehr weit. Luxmore Hut (1085 m) ist die größte Hütte, in der ich bis jetzt gepennt habe. Knapp 50 Leute passen dort rein, es ist also ziemlich buisy, was nicht so zu der abgelegenen Lage passt. Aber so ist das eben bei einem great walk. Zum Glück waren ungewöhnlich wenig Deutsche und viele Kiwis unterwegs. Nettes australisches Pärchen kennen gelernt und eine Amerikanerin, die gerade in Dunedin promoviert. Mit ihr bin ich dann auch den zweiten und dritten Tag gelaufen.

Vor dem Dinner ging es dann erstmal in die Luxmore Caves. Man kann die Höhle auf eigene Faust erkunden, war aber es war mir etwas zu kalt und... dunkel und nach 30 min war ich wieder unter der Sonne. ZT musste man auf allen Vieren sich durch den Gang pressen. Interessant allemal. Dinner war dann Miso-Suppe vorweg, danach Rest Dudizza und Schoki zum Nachtisch.

Tag 2

Morgens schon übler Sind, der bis zum Nachmittag anhielt. Ziemlich kalt zum Frühstück (Müsli und Milchpulver). Kurz nach 8:00 ging es dann los und nach kurzer Zeit überholte uns ein Jogger! Er erkundigte sich kurz nach der Zeit und rannte dann den Weg weiter! Er ist um 6:00 los und macht den ganzen 60km Track an einem Tag! Auf dem Weg haben wir einen side-trip auf die Spitze des Mt Luxemore gemacht. Zu dem Wind kam später Regen und auch Schnee (blieb bei uns nicht liegen, aber die Nachkommenden mussten den Track durch den Schnee finden). Picknick gabs in zwei sheltern, die auf dem Weg waren. Der Track verlief über den Grat Zum Ende ging es dann wieder runter in die Waldgrenze bis zur Iris Burn Hut auf 497 m. Essen: Gefriergetrocknetes Gemüse und Kartoffelbrei. Danach Schoki. Zwar war der Tag im ganzen ziemlich kalt, nass und es war eigentlich Schade, dass der Tag mit der besten Aussicht wolkenverhangen war, aber andererseits war das mein erster Regentag von 13 vorherigen Wandertagen!

Tag 3

Die Sonne schien wieder und es ging den ganzen Tag durch dem herrlichen Mooswald. Fantastisch, wie viel unglaubliche Moossorten auf einem Stamm wachsen und der Baum dabei auch noch lebt. Am dritten Tag besteht die Möglichkeit nochmal in einer Hütte zu pennen oder noch 3 h drauf zu satteln und bis zum Ende durch zu laufen. Für letzteres habe ich mich dann entscheiden. Und obwohl ich das Shuttle am Ende des Tracks nach Te Anau verpasst habe. Musste ich nur 5 min laufen und dann hat mich ein Kiwi-Pärchen mitgenommen.


Kepler Track



Milford Sound:
(27. 12.)

Milford Sound

Gleich am nächsten Tag nach dem Kepler Track gings um 6:00 aus dem Bett sofort Richtung Milford Sound, da ich dort um halb 9 sein mußte. Die Fahrt führt an unglaublich steilen Felswänden und durch den Homer Tunnel. Leider pisste es den ganzen Tag und die Tauchbedingungen waren suboptimal. Es standen zwei Tauchgänge auf dem Programm: Einer an der Öffnung des Fjords zum Meer und einer im Fjord selber. Die Korallen- Fischwelt unterschied sich ziemlich zwischen den beiden Stellen und im Fjord musste man erstmal durch eine 3m dicke Süßwasserschicht (6°!), um zum Salzwasser (13°) zu kommen. Danach sind wir - noch in den Neoprenanzügen - kurz durchs Dickicht zu einem der hunderttausend Wasserfälle gegangen. Durch den Regen kam an so ziemlich jeder Felswand im Fjord Wasser runter. Hatte etwas von James Bond mit den Anzügen durchs Grün zu gehen. Der Wasserfall selber war so unglaublich stark, dass wir nur an den Rand konnten und dort schon Schwierigkeiten hatten zu stehen. Mit von der Gruppe war ein unglaublich netter Franzose (erforscht gerade in den Philippinen die Shrimp-Zucht), der allen seine eMail-Addresse gegeben hat, für den Fall, dass man mal in Montpellier Urlaub machen will und sein Appartement möchte. (Btw. Frankreich: Ob wir auch mal so einen coolen Kanzler haben, der im Urlaub verspiegelte Pornobrille trägt?)



Donnerstag, 27. Dezember 2007

Milford Sound

Komme gerade vom Milford Sound zurueck. Wollte eigentlich dort zelten, aber es pisste wie verrueckt. Tauchen war daher etwas eingeschraenkt, aber immer noch aufregend! Durch den ganzen Regen waren an den Waenden des Fjords unzaehlige Wasserfaelle. Man glaubt es nicht, wenn man es nicht sieht. So hatte der Regen auch was Gutes. Und wir sind nach dem Tauchen mit den Anzuegen ganz nahe an einen Wasserfall angelandet und fast drunter gegangen. Unglaublich, was dort fuer Gewalten dahinter stecken, ganz runter ging es gar nicht, so gewaltig war der Schwall.
Leider war in der Lodge am Sound dort auch kein Bett mehr frei, so konnte ich keinen klaren Blick auf den Fjord geniessen, was wirklich eine Schande ist. Und die nette Amerikanerin (promoviert gerade in Cambridge) musste ich auch zurueck lassen. Auch Schande.
Jetzt wollte ich in Te Anau unter kommen: voll. Daher gehts weiter nach Queenstown und auf dem Weg dahin wird irgendwo gezeltet. Ich hoffe auf einen trockenen Moment zumindest, bis das Zelt steht. Koennte hinkommen.
Bilder muessen leider warten. Ich fuerchte da kommt dann Ende des Jahres ein ganzer Batzen hoch.

Sonntag, 23. Dezember 2007




Update:
So, wieder da. Nach einer Riesenladung Schoki (Mandel von Whittaker) und einer Dusche ist alles beim Alten. Kepler-Bericht folgt. Bilder auch. Morgen muss ich um 6 raus und dann zum Milford Sound. Tauchen ist angesagt. Ausruhen kann ich mich im naechsten Semester noch genug. Uebermorgen duerfte ich wieder guten Zugang zum Internet haben.
Bin mit 3 anderen Deutschen im Zimmer und einer ist duemmer als der andere. Schade, der Track war fast deutschfrei, was sehr angenehm war.

Happy Boxing Day!