Freitag, 11. Januar 2008

Donnerstag, 10. Januar 2008

Kea Country

Kea-Time war vorgestern. An einem Tag habe ich insgesamt bestimmt um die 10 Vögel gesehen. Es macht einfach Spaß die Biester zu beobachten.
Nachdem ich in Greymouth im Regen gestartet bin (das kann echt nervig werden dort, da sich die Wolken der Tasman See an den Alpen festhängen und sich erstmal gründlich Regen ablassen), ging es über die Berge rauf zum Arthur's Pass. Ein alter Pass, der damals die Goldgräber von Chch an die Westcoast gebracht hat:


Größere Kartenansicht

Von Arthur's Pass Village (920m) habe ich dann einen daywalk auf die Avalanche Peak (1833m) gemacht. Geregnet hat es zum Glück nicht und als Besonderheit warteten die Keas oben als Belohnung. Ich war allein auf dem Gipfel und es waren 4 Keas um mich herum! Sie sind extrem neugierig und nicht allzu scheu, weshalb man auf sein Zeug aufpassen muss. Der ein oder andere Rucksack wurde von ihren spitzen Schnäbeln schon aufgeschlitzt. Und während drei Keas einen vorne bespaßen schleicht sich der vierte von hinten an den Rucksack ran! Sehr putzige Vögel. Es hat Spaß gemacht, sie zu beobachten. Das waren dann erstmal die letzten Keas für... immer? Jedenfalls für sehr lange Zeit.

Avalanche Peak

Da ich ja den Track an der Westküste aufgrund des Regens habe ausfallen lassen, habe ich nach der Avalanche Peak und einer ruhigen Nacht im Zelt am See einen größeren Umweg nach Dunedin zu Gina gemacht...

Das ist jetzt übrigens mein 99. Post hier. Heureka!

Dienstag, 8. Januar 2008

We(s)tland

Aus dem Track wurde leider nichts. Also keine hotsprings. Schade, sehr schade. Es gab eine Unwetterwarnung für die Gegend mit Unmengen von Regen. Und das Problem ist, dass man bei dem Track durch Flüsse durchwaten und einen Steinrutsch passieren müsste. Das war mir dann doch zu risky. Es wird nämlich explizit davor gewarnt, den Track bei starkem Regen zu machen. Es sind auch schon Leute dabei umgekommen und es gibt einfach coolere Todesarten, als mit einem 12kg-Rucksack zu ertrinken.

Also, Planänderung und durch den Regen nach Norden. Das war dann auch das Standardbild auf der Fahrt: Wasser, das sich von den Steinwänden auf die Straße ergießt. Ich war schon mal hier, in Greymouth, hab damals allerdings nicht übernachtet. Somit hat sich jetzt der Kreis fast geschlossen und ich bin einmal um die Südinsel herum.

Küste und hoffentlich Regen lasse ich heute hinter mir und es geht auf den Arthur’s Pass. NZ’s höchste Siedlung.

Sonntag, 6. Januar 2008

Ich glaube, eine Spinne lebt in meinem linken Aussenspiegel.

Zumindest befindet sich dort in regelmäßiger Stätigkeit ein Netz.

Ich und Spinny sind jetzt wieder allein unterwegs, nachdem Gina wieder nach Dunedin zurück musste. Bin jetzt wieder an der Westcoast, an der ich zuletzt am 15. November war. Nur 350 km weiter südlich. Das ist quasi die Rückseite vom Mt. Cook (Stichwort: Mueller Hut), also die Rückseite der Kiwi-Alpen. Das Besondere an der Gegend ist, dass hier die Gletscher von den Alpen in den Regenwald hineinreichen. Und das nur ein paar Km vom Meer entfernt. Diese Konzentration von Landschaften wird mich wohl immer faszinieren hier... Gestern Nacht haben wir am Gillespies Beach gezeltet. Neben seinen Massen an drift wood und sand flies hatte die Oertlichkeit noch eine Begegnung mit einem Possum zu bieten. Es raschelte und schnueffelte am Zelt und als ich nachsah, stand das bloede Possum da wie angewurzelt. Aber sobald ich die Taschenlampe wegnahm ist es in die Buesche geduest. Jedenfalls nicht besonders helle, die Burschen und daher sieht man auch auf den Strassen alle paar km ein plattes Possum (morgens noch am Stueck, abends gerne auch mal zermanscht).
Leider sind die nächsten Tage üble Regenfälle angesagt und es riecht auch schon so, bilde ich mir ein. Da ich aber morgen wegen nur wegen des Regens nicht im Auto verbringen will, werde ich (wie geplant) einen Track für zwei Tage machen. Erste Tag zur Welcome Flat Hut und am zweiten Tag wieder zurück. Die Hütte besticht durch ihre hotpools. Natürliche hot springs, in die man seine wundgeschubbelten Wandermauken halten kann.
Wie es übermorgen weitergeht weiß ich nicht so genau. Mal sehen.


(Bin mal gespannt, ob es den Lokführerstreit/k noch gibt, wenn ich wieder da bin. Das nervt ja schon, wenn man 2x die Woche Spiegel Online liest.)

Freitag, 4. Januar 2008

Liverpool Hut

Das neue Jahr habe ich relativ unspektakulär in Wanaka mit Gina (vom Kepler Track) verbracht. Ein paar Bierchen und dann um zwölf das obligatorische Feuerwerk am See. Danach dann noch in den eiskalten See gesprungen (nicht kopfüber selbstredend).
Am ersten haben wir dann einen drei-Tages-Track gestartet. Die zweite Nacht war auf der Liverpool Hut, bisher die witzigste und winzigste Hut, in der ich war. Eigentlich nur ein kleiner shelter mit 6 Betten. Leider hat es am dritten Tag wie verrückt gegossen, war kalt und windig. Aber spaßig.
Jetzt geht es wieder an die Westcoast und von nun an wird nur noch nach Norden gefahren. Die Fahrt ist nicht lang. Haast ist das Zeil. Dort, wo das nördliche Fjordland aufs Meer trifft.



Liverpool Hut